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Zur Geschichte der Storchmühle

Die Umgebung der Storchmühle ist der älteste Ortsteil von Oslip. Der Ort selbst ist noch einer der wenigen Schmalangerdörfer mit typisch burgenländischem Charakter. Urkundlich erstmals im Jahr 1300 erwähnt, wurde Oslip, nach Türkeneinfällen um die Mitte des 16. Jahrhunderts mit Kroaten neu besiedelt. Im Jahre 1486 wird die erbaute Burg Oslip bereits als Ruine erwähnt. Bis heute konnte die Lage dieser Burg jedoch nicht festgestellt werden. Die Vermutung, dass es sich bei der Mühle um die erwähnte Burg handelt, ist daher nahe liegend. Die Namen "Hausmühle" und "Schaffermühle" (vom herrschaftlichen Schaffer) deuten auf herrschaftlichen Besitz hin. Tatsächlich war die Mühle noch im Jahr 1896 im fürstlichen Besitz. Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt das Bogentor mit der Rundbogennische mit der Figur des hl. Johannes von Nepomuk und einem Wappen im Schlussstein. Die Identität des Wappens konnte bis heute nicht geklärt werden.

1971 wurde das Haus zu einem gastronomischen Betrieb umgewandelt. Die Renovierungsarbeiten zielten vor allem darauf ab, die von der Anlage ausgehende Atmosphäre zu erhalten. So wurde der abgerissene Torbogen (vor dem ein Teil des Sissy-Films mit Romy Schneider gedreht wurde) unter Verwendung noch vorhandener alter Seine wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt An der Einteilung der Innenräume, insbesondere aber an Wänden und Decken wurden keinerlei erwähnenswerte Änderungen vorgenommen. Allerdings hat der Zustrom bereits nach dem ersten Betriebsjahr zu Erweiterungsbauten geführt, die ebenfalls stilgerecht vorgenommen wurden.

Keinem anderen Haus im Burgenland war es bisher gelungen so viel Prominenz zu bewirten, wie das in der Storchmühle der Fall ist. So befinden sich bereits Namen wie die der deutschen Bundeskanzler Schmidt und Kohl, der deutsche Bundespräsident von Weizäcker, die österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger und Fischer, sowie die österreichischen Kanzler Kreisky und Sinowatz im Gästebuch des Hauses. Weitere Gäste des Hauses waren unter anderem Farah Diba, Fürstin Melinda Esterhazy, Juri Gagarin, Heinz Rühmann und Johannes Heesters. So erhielt die Storchmühle bereits im Jahr 1988 auf Beschluss der Burgenländischen Landesregierung das Recht zur Führung des Landeswappens als erster Gastronomiebetrieb im Burgenland.



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